Büro in Weinsberg · Energieberatung in Heilbronn, Neckarsulm und Umgebung
Karlsruhe · Unternehmen und öffentliche Gebäude

Energieberater für Nichtwohngebäude in Karlsruhe | DIN V 18599 & Audit

Ein Büro, eine Verwaltungsimmobilie oder ein Handelsstandort lässt sich nicht wie ein Wohnhaus beurteilen. Entscheidend sind Nutzungszeiten, technische Anlagen, Energieflüsse und die Frage, ob ein einzelnes Gebäude oder mehrere Standorte betrachtet werden sollen. Wir grenzen das Vorhaben vor der Auswahl des Verfahrens fachlich ab.

Erst Systemgrenze, dann Verfahren
Dezentrales Lüftungsgerät unter der Decke eines Raums mit großen Fenstern - Energieberater Riad Yossef in Heilbronn
Aus einem Beratungsprojekt: dezentrales Lüftungsgerät in einem Nichtwohngebäude.

Geht es um das Gebäude, den Betrieb oder ein Portfolio?

Bei einem einzelnen Nichtwohngebäude stehen Hülle, Anlagentechnik und Nutzung im Vordergrund. Ein betrieblicher Energieauditauftrag kann zusätzlich Prozesse und standortübergreifende Verbräuche umfassen. Für ein Portfolio werden die Objekte vergleichbar erfasst und Maßnahmen nach Wirkung, Aufwand und Umsetzbarkeit geordnet. Das sind unterschiedliche Aufträge mit unterschiedlichen Daten.

Wichtig bei kommunalen Liegenschaften

Ein Sanierungsfahrplan für mehrere Gebäude beginnt mit einer einheitlichen Bestands- und Verbrauchsübersicht. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Objekte vertieft untersucht werden.

Passende fachliche Wege

Örtliche Einordnung

Wärmeversorgung für ein Karlsruher Objekt prüfen

Der Karlsruher Energieleitplan zeigt die städtische Entwicklung der Wärmeversorgung. Für ein Büro- oder Verwaltungsgebäude beantwortet er allein weder die Anschlussfrage noch den künftigen Bedarf. Die Verfügbarkeit von Fernwärme ist über die konkrete Adresse bei den Stadtwerken zu prüfen; dazu kommen Lastprofil, Vorlauftemperaturen, Nutzungszeiten und geplante Veränderungen am Gebäude.

Bei einem gemischt genutzten Objekt trennen wir zunächst gebäudebezogene Verbräuche von betrieblichen Verbrauchern. Nur so lassen sich spätere Maßnahmen den richtigen Anlagen und Verantwortlichen zuordnen.

Diese Daten machen den Einstieg belastbar

  • Gebäudeliste oder Objektadresse mit Nutzungsart und Flächen
  • Verbrauchsdaten nach Energieträger und verfügbare Lastgänge
  • Angaben zu Heizung, Lüftung, Kühlung und Betriebszeiten
  • Bekannte Sanierungen, geplante Nutzungsänderungen und Investitionsrahmen

Wenn mehrere Standorte betroffen sind, benennen Sie zunächst nur den Umfang des Portfolios und die verfügbaren Daten. Der genaue Prüfplan folgt nach Sichtung des Bestands.

Fragen zu Nichtwohngebäuden in Karlsruhe

Ist ein Energieaudit dasselbe wie eine Gebäudeenergieberatung?

Nein. Eine Gebäudeberatung betrachtet das Objekt und seine energetischen Systeme; ein Audit kann den Energieeinsatz des gesamten Betriebs umfassen. Welches Verfahren passt, wird aus Ihrem Ziel und der Systemgrenze abgeleitet.

Können mehrere öffentliche Gebäude gemeinsam betrachtet werden?

Ja, wenn zunächst eine einheitliche Datenbasis und klare Vergleichskriterien geschaffen werden. Eine vertiefte Untersuchung kann anschließend auf die priorisierten Objekte konzentriert werden.

Reicht der Energieleitplan für die Entscheidung über Fernwärme?

Nein. Die Stadtwerke Karlsruhe prüfen den Anschluss adressbezogen. Technische Eignung und künftiger Bedarf müssen zusätzlich am Objekt betrachtet werden.

Gebäude oder Portfolio?

Beschreiben Sie Ihre Entscheidungsfrage.

Landesförderung in Baden-Württemberg: L-Bank und Bund

In Baden-Württemberg vergibt die L-Bank als Förderbank des Landes zinsverbilligte Darlehen für die energetische Sanierung selbst genutzter Wohnhäuser mit höchstens drei Wohneinheiten. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben zusätzlich in einem KfW-Programm gefördert wird. Das frühere Landesprogramm für Sanierungsfahrpläne ist ausgelaufen, den iSFP fördert heute das BAFA.

Das genannte Landesprogramm gilt für Wohngebäude. Für Gewerbe- und Nichtwohngebäude in Karlsruhe stehen die Bundesprogramme im Vordergrund. Das BAFA fördert die Energieberatung nach DIN V 18599 (BAFA Modul 2) und das Energieaudit nach DIN EN 16247-1, Investitionen laufen über die BEG Einzelmaßnahmen und die EEW. Ich kläre, welches Programm zu Ihrem Gebäude passt, und stelle den Antrag vor Beginn der Maßnahme.

Quellen: Förderdatenbank des Bundes, Kombi-Darlehen Wohnen, Land Baden-Württemberg